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Warum Österreich seine Sicherheitspolitik überdenken muss

Artikel5. Dezember 2025Von Mag. Günther Fehlinger

In einer Zeit hybrider Bedrohungen und territorialer Aggressionen kann sich Europa keine sicherheitspolitischen Grauzonen leisten. Österreich muss seinen Beitrag leisten.

Die Bedrohungslage in Europa hat sich fundamental verändert. Hybride Angriffe, Desinformation, Cyberattacken und konventionelle militärische Aggression sind zur neuen Realität geworden. In dieser Situation ist keine Neutralität möglich – man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems.

Österreich profitiert seit Jahrzehnten von der Sicherheit, die die NATO in Europa garantiert, ohne selbst Mitglied zu sein. Diese "Trittbrettfahrer"-Position ist nicht nur moralisch fragwürdig, sondern auch strategisch kurzsichtig.

Was kann Österreich tun?

  1. Eine ehrliche Debatte über die Sicherheitspolitik führen
  2. Die Verteidigungsausgaben auf ein angemessenes Niveau erhöhen
  3. Die Zusammenarbeit mit NATO-Partnern verstärken
  4. Langfristig einen Beitritt zur NATO prüfen

Die Sicherheit Europas ist unteilbar. Österreich kann nicht länger an der Seitenlinie stehen und darauf hoffen, dass andere für seine Sicherheit sorgen.

Mag. Günther Fehlinger

Mag. Günther Fehlinger

Vorsitzender, Austrian Committee for NATO Enlargement